Bozen und Umgebung
Bozen liegt an der Stelle, wo die Talfer in den Eisack mündet und dieser wiederum in die Etsch. Die Hauptstadt Südtirols ist seit dem Mittelalter ein wichtiges Handelszentrum. Historische Dokumente erwähnen den Namen Castrum Bauzanum schon im 7. Jahrhundert n. Chr., obwohl sich bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. Menschen in dieser Zone niederließen. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte Bozen unter verschiedene Herrschaften, wie der des Bischofs von Trient und der Grafen von Tirol. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt von den österreichischen Herzogen und später von den Habsburgern verwaltet. In dieser Zeit blühte in Bozen insbesondere der Handel auf. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt und die gesamte Region an Italien abgetreten. Einzigartig wird Bozen auch durch die Zweisprachigkeit der Bevölkerung und durch eine gelungene Mischung der deutschen und italienischen Kultur. Diese multikulturelle Stadt eröffnet ihren Besuchern die Möglichkeit, die mittelalterlichen Lauben, der Obstmarkt, die Internationale Herbstmesse, die Internationale Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe, die Freizeit-Messe und die verschiedenen Krämermärkte zu erleben. Es ist nicht ungewöhnlich, in der Stadt sizilianische Orangen, Artischocken aus Salerno, Pfefferkäse aus Sardinien, Rohschinken aus dem Friaul, Pfirsiche aus Verona neben dem Wirsing aus Natz-Schabs, den Pfirsichen aus Feldthurns, dem Salat von Schloss Sigmundskron, den Kartoffeln aus dem Pustertal, dem Speck aus dem Sarntal und dem Käse aus Deutschnofen zu sehen.
Bozen ist viel mehr als eine Handels- und Industriestadt. Zu jeder Jahreszeit sollte man den Waltherplatz, die „gute Stube“ Bozens, besuchen, um das Panorama auf das sagenumworbene Reich des Zwergenkönigs Laurin, den Rosengarten, zu genießen.
Drei Seilbahnen bringen Urlauber und Einheimische in wenigen Minuten vom Talkessel auf mehr als 1000 Meter Höhe. Jenesien, Kohlern und der Ritten sind somit schnell erreichbar und bieten neue Ausflugsziele an.
Auf dem „Weintürchen“ des gotischen Doms sind Weinreben und Winzer dargestellt. Dies bezeugt, dass dieses Gebiet seit jeher für den Weinbau bestimmt war.
Die Ferienregion „Südtirols Süden“ liegt südlich der Dolomiten und ist ein wahres südländisches Erlebnis.
Das Klima ist vorwiegend mild, und alle wichtigen Angelegenheiten werden bei einem Glas Wein diskutiert. So war es zu Goethes Zeit, später in den sechziger Jahren, als die Weinstraße erbaut wurde, und so ist es noch heute. Die Weindörfer wurden im einzigarteigen „Überetscher Stil“ gebaut und sind gekennzeichnet durch steingerahmte Fenster, Torbögen, Erker, Innenhöfe und Loggien. Die Hauptstraße 14, die sogenannte Weinstraße, beginnt in Nals und verläuft in Richtung Süden. Die Bevölkerung spricht mehrheitlich deutsch und natürlich italienisch. Entlang dieser Straße liegen die Dörfer Eppan, Kaltern, Tramin, Neumarkt und Auer, die alle mit üppigen Weinreben umgeben sind, aus deren Trauben ausgezeichnete Weine hergestellt werden.







