Altopiano di Folgaria

Die Hochebene von Folgaria gehört zu den ältesten Gemeinden des Trentino und ist deutsch-zimbrischen Ursprungs. Im Laufe seiner tausendjährigen Geschichte war Folgaria oft in Kämpfe gegen die feudalen Schlossherren des Castel Beseno verwickelt: Folgaria hat immer versucht, seine Privilegien als freie und unabhängige Gemeinde zu wahren. Aus diesem Grund nennt sich die Ortschaft auch heute noch "Magnifica Comunità".

Einem grün gefärbten Meer gleicht sie, diese unendlich scheinende Hochebene. Almen und Wiesen, von Wäldern und Bauernhöfen umgeben, stille Ruhe, gebrochen und gezeichnet von groben, dramatischen Spuren des Menschen, den Bunkern und Forts der Frontlinie zwischen den italienischen und den österreichischen Truppen während des Ersten Weltkrieges, die einladen zu Spaziergängen im Zeichen der Erinnerung. Die Festung Cherle ist heute halb verfallen, aber sie kann trotzdem besichtigt werden. Die Hauptgänge im Inneren sind bis zu den Ausgängen bei den Panzertürmen begehbar. In der Nähe sind die "Kaisertreppe" und die Reste des ehemaligen Militärkrankenhauses einen Besuch wert. Die Festung Dosso del Sommo hingegen bestand aus drei Gebäudeteilen, die durch einen in den Felsen gehauenen Tunnel verbunden waren. Sie war mit 4 Bronzehaubitzen zu 105 mm und zahlreichen Maschinengewehrnestern gerüstet. Heute ist sie eine Ruine und kann innen nicht besichtigt werden.

Den ganz besonderen Naturfreunden bietet Folgaria einen außergewöhnlichen Freizeitwert. Der botanische Garten Passo Coe (30.000 qm) liegt 8 km von Folgaria entfernt. Die Besonderheiten des Naturreservates sind nicht nur die Vielfalt von Pflanzenarten sondern auch die Beschaffenheit des Geländes selbst, nämlich zwei tiefe Dolinen und eine Reihe von Karrenfeldern. Des weiteren können Sie das Ecchen Torfmoors besichtigen. Der Ursprung und die Evolutionsgeschichte des Torfmoors sind sehr komplex. Ihnen allein verdankt es schon seine Einzigartigkeit. Das Feuchtgebiet wird als "Gletscher-Karstbecken" bezeichnet. Es gibt sieben verschiedene Pflanzengesellschaften, die für das Sumpfgebiet typisch sind, sich aber doch deutlich in zwei Gruppen unterteilen: die auf torfmoorartiger, wasserundurchlässiger Unterschicht und die auf anorganischem Substrat wachsenden Pflanzengesellschaften, die in der Umgebung der Dolinen wachsen. Der geomorphologischer Weg von Mezzomonte liegt im mittleren Teil des Rio Cavallo-Tals. Entlang des Weges kann man die Gletschertöpfe von Casom, die Muränenablagerung der Noz, die Felsenwände des Rio Cavallo und die Gletscherschächte des Flusses besichtigen. Der in eine Mulde gebettete Lavarone See wurde zum saubersten See Italiens gewählt. Das milde Klima und die besondere Reinheit des Wassers, entzückten bereits Sigmund Freud, der dank den begeisterten Berichten des Wiener Hochadels, dessen beliebter Aufenthaltsort Lavarone war, hierher gelockt wurde.

Im Sommer sind sie Orte ideal für Entspannung, Sport, Spaziergänge und Ausflüge, und im Winter bieten die hochmoderne Skigebiete mit über 40 km Pisten und drei Langlaufzentren viel Wintervergnügen.

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