Malé
Malé, der Hauptort des Val di Sole, ist eine Ortschaft antiken, vielleicht römischen Ursprungs. Ihre Funktion als kirchliche Pfarre ist seit 1178 dokumentiert, geht aber höchst wahrscheinlich auf langobardische und karolingische Herrschaft zurück (7.-9. Jahrhundert).
Sein heutiges Aussehen ist ein Nebeneinander von historischen und nach dem Brand im Jahre 1892 errichteten Gebäuden. Jenes Ereignis hatte die Kirche verschont, die sich im Zentrum des Dorfes an einem Platz befindet, der über Jahrhunderte als Kirchhof und Friedhof diente: vor der romanisch-gotischen Fassade der Pfarrkirche befindet sich eine St. Valentino gewidmete, schmale Ädikula. Die zwei Altäre neben dem Presbyterium weisen den typischen Stil des Val di Sole der Barockzeit auf; prächtig ist auch die Kanzel von G.D. Bezzi (1670). Das Gemälde der Mariä Geburt ist das Werk von M. Teofilo Polacco (1614). Nicht weit von dem Hauptplatz entfernt ist das “Museo della Civiltà Solandra” (Volkskundemuseum des Val di Sole), wo sich eine ständige Ausstellung der kulturellen und werktätigen Traditionen des Val di Sole befindet. Neben den einstigen Lebensräumen der Bewohner des Val di Sole wird das Handwerk des Schreiners, des Schmiedes, des Bauern, des Züchters, des Webers und des Kupferschmiedes mittels einer akkuraten Ausstellung der originalen Gerätschaften und der Rekonstruktion der Arbeitsplätze dargestellt.
Skifahren kann man im Winter im Skigebiet Val di Sole z.B. in Folgarida-Marilleva, Valle di Pejo und am Passo di Tonale, bei Schneeknappheit auch auf gut präparierten Kunstschneepisten für alle Schwierigkeitsgrade.
Im Sommer laden zum Wandern vor allem die wunderschönen Pfade im Stilfser Nationalpark und im Brenta Naturpark ein.



















